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Mittwoch, 24. März 2010

„In meinem Himmel“ von Peter Jackson

Autorin: Natalia Thoben

Bevor ihr nun in den Genuss dieser Rezension kommt, muss ich euch sagen, dass nicht ich sie geschrieben habe, sondern eine sehr liebe Freundin. Natalia war so lieb sie zu verfassen, denn ich bin leider noch nicht dazu gekommen diesen Film zu gucken, obwohl er mich wirklich sehr interessiert. Hinterlasst Natalia doch ein paar Kommentare, ist immerhin die erste Rezension in diesem Blog, die von jemand anders kommt.
Und nun zur eigentlichen Lektüre.



Als ich in diesen Kinofilm ging, im englischen „The Lovely Bones“, erwartete ich einen actionreichen Krimi zu sehen. Es stellte sich dann heraus, dass ich ganz knapp daneben lag, aber dazu nun etwas genauer.
Die 14 jährige Susie Salmon (Saoirse Ronan aus „Abbitte“) lebt mit ihren Eltern Jack und Abigail (gespielt von Mark Wahlberg und Rachel Weisz), ihren zwei Geschwistern Lindsay und Buckley und dem treuen Hund Holiday in einem Einfamilienhaus in Pennsylvania der 70er Jahre und erfreut sich des Lebens. Sie widmet sich mit ihrem Dad dem Basteln von Flaschenschiffen und ist ein ganz normales junges Mädchen, was zur Schule geht. Sie hat Gefühle für den Jungen Ray Singh und das beste ist, er mag sie auch ganz gerne. Ebenso ihre neue Kamera hat es ihr angetan und deswegen verschießt sie gleich alle 24 Filme. Doch die Eltern, die sich eine Entwicklung aller Filme nicht leisten können, wollen ihr nur einen Film pro Monat entwickeln. Da ahnen sie noch nicht, wie wichtig die Fotos sein werden...
Als Zuschauer ist man anfangs in einem so harmonischen Zustand, dass man glatt vergisst, dass Susie bald sterben wird. Sobald sie lachend die Rosenbeete des Nachbars mit der Kamera schießt, ist man angespannt, man will das Schlimme verhindern, dieses unschuldige Mädchen retten, doch man kann es nicht.
Als Susie nach der Schule, bepackt mit einem Liebesbrief von Ray und der Aussicht auf ein Date mit ihm, am Abend nach Hause geht, begegnet ihr ihr Peiniger. Der sonst stille und unscheinbare Nachbar George Harvey lockt das naive Mädchen geschickt in ein ausgebautes Erdloch mitten auf einem Feld und lässt sie daraus nicht mehr entkommen...
Es passieren nun merkwürdige Dinge mit Susie, obwohl sie tot ist, kann sie ihre Familie beobachten und ein geheimnisvolles Mädchen spürt ihre Anwesenheit. Susie lebt nun in einer Zwischenwelt - in ihrem eigenen Himmel! Dieser ist in wundervollen Bildern gestaltet, bei der sich die Macher des Films selbst übertroffen haben. Schön, dunkel und geheimnisvoll wird uns ein anderes Universum eröffnet.
Dort erfährt sie vieles von ihrem Mörder (sehr mutig gespielt von Stanley Tucci aus „Der Teufel trägt Prada“ oder „Undercover Blues“) und erlebt, wie ihre Familie auf ihr Verschwinden reagiert. Sie ist ein Geist, der die Familie nicht loslässt, was zu Trauer, Frustration und Spannungen zwischen den Eltern führt. Momente, die stark an der Tränendrüse des Zuschauers drücken.
Denn der Vater will nicht aufgeben und versucht der Polizei bei der Tätersuche zu helfen, da diese kaum eine Spur hat. Susies Leiche wurde immer noch nicht gefunden und so zündet er jeden Abend eine Kerze für sie an. Er hält auch das Versprechen, die Kamerafilme zu entwickeln und sieht sich jeden Monat einen davon an.
Während Susie in der Zwischenwelt versucht ihren Frieden mit der Welt zu machen und ein anderes totes Mädchen kennen lernt, kehrt durch die Rückkehr ihrer coolen Oma Lynn (klasse gespielt von Susan Sarandon) wieder etwas Freude in das Leben der Salmons ein.
Doch der Schatten Susies lässt nach ca. 2 Jahren nach und George Harvey wird langsam kribbelig. Er will wieder morden und warum nicht die neugierige Schwester Susies, die langsam eine Ahnung hat, warum ihr Hund Holiday ständig in der Nähe seines Hauses zu bellen anfängt? George bemerkt, dass seine Zeit gekommen ist und bereitet sich vor Lindsay zu ermorden. Doch Jack Salmon verdächtigt ihn nun auch, durch ein bestimmtes Foto, was Susie vor ihrem Tod schoss. Die Ereignisse überschlagen sich, als Susies Vater dem Nachbar in ein Feld folgt und schwer verletzt wird und sich später Susies Schwester in das Haus des Mörders begibt...
Packende Minuten, die selbst den härtesten Gruselfan zum Luft anhalten bringen. Als Lindsay nur knapp an dem Leichnam ihrer Schwester vorbei spurtet, gibt das Publikum ein entsetztes und doch zugleich erlöstes Seufzen von sich, denn keiner mag sich vorstellen, was das für ein Anblick wäre, ein totes Mädchen in einem kleinen Safe zu sehen. Kein Mucks war in dem Saal zu hören, als Lindsay das versteckte Tagebuch des Mörders fand und sie die Holzlade langsam um Millimeter herunterließ, um nur keinen Laut von sich zu geben.
Doch wer denkt, dass der Mörder von der Polizei geschnappt wird oder der Leichnam Susies sicher gestellt werden kann, der irrt. Die Salmons und Ray Singh werden zwar wieder glücklich und Susie erhält ihren Frieden und wird auch begraben - aber nicht von ihrer Familie. Das gnadenlose Schicksal und die Mordlust George Harveys bringen ihm die gerechte Strafe: einen sehr grausamen Tod. In dem Sinne war der Film etwas enttäuschend. Ich freute mich nicht, als der Mörder starb, ich war geschockt. Es gab zwar ein gelöstes Gefühl, dass sich meist bei einem „happy end“ einstellt, doch dieses Mal wollte es nicht so wirken.
Der letzte Satz der Protagonistin im Film sagte aus, dass man das Leben genießen sollte, solange man nur kann. Diese Worte hallten im Kinosaal wider und erweckten große Zustimmung in mir, doch konnte ich sie ihr nicht richtig abnehmen. Dennoch halte ich diesen Thriller für gelungen und bin mir bewusst, dass die Aussage des Films nicht besser hätte sein können.

Freitag, 5. März 2010

Film: Alice im Wunderland


Das Dreamteam Depp-Burton schlägt wieder zu!




Wenn Johnny Depp und Tim Burton zusammen einen Film drehen, dann kommt dabei meistens ein Meisterwerk heraus, das jedoch bei der breiten Masse oft auf Ablehnung stößt. Warum das so ist? Ich weiß es nicht. Ich bin begeistert von der Art, wie Burton seine Filme inszeniert, doch ich denke, dass sie manchen Menschen einfach zu anstrengend sind.
Nicht so bei „Alice im Wunderland“. Es handelt sich dabei um einen Film, der eher untypisch für Burton ist. Aber immer schön der Reihe nach.

Gestern kam der Streifen in unsere Kinos und ich kann mit Stolz behaupten, eine der ersten gewesen zu sein, die Karten reserviert hatte (Ja, ich weiß. Das ist kein Kunststück, wenn man im Kino jobbt).

Es geht um Alice, die nach langer Zeit ins Wunderland zurückkehrt, denn die Welt der
sprechenden Tiere und seltsamen Kreaturen braucht ihre Hilfe. Die rote Königin hat das Regime an sich gerissen und lässt jedem den Kopf abschlagen, der sich ihr widersetzt. Besonders gefürchtet ist ein Monster, das unter ihrer Herrschaft steht und einen Namen hat, den ich mir nicht merken kann. Überhaupt haben da viele Viecher sehr komplizierte Namen.
Jedenfalls scheint Alice die Einzige zu sein, die in der Lage ist, dieses Ding zu erschlagen, doch das Mädchen von damals ist mittlerweile eine junge Frau und kann sich nicht mehr an ihre Abenteuer in Wunderland erinnern. Eine ganze Zeit lang weigert sie sich vehement diese andere Welt als real anzuerkennen, doch als die Lage sich zuspitzt beschließt sie zu handeln.


Der Film besitzt eine unglaubliche Liebe zum Detail. Wer genau hinsieht, kann beobachten, wie die Spielkarten der roten Königin sich zu Kartenhäusern zusammensetzen, um irgendwelche höher gelegenen Punkte zu erreichen.
Ausgeflippte Figuren, mit den seltsamsten Ticks wachsen einem wirklich schnell ans Herz, was nicht zuletzt an der großartigen schauspielerischen Leistung der Darsteller liegt. Es sei hier erwähnt, dass Burton wirklich einige berühmte Leute für sein Projekt gewinnen konnte. Anne Hathaway tänzelt als weiße Königin über die Leinwand und bringt einen mit ihrer abgehobenen Art zum Schmunzeln. Helena Bonham Carter schafft es sogar als Bösewicht dem Publikum ein Lächeln und etwas Zuneigung für ihre Figur abzuringen und Johnny Depp als Hutmacher ist sowieso genial. Dieser Charakter ist wirklich noch seltsamer als Captain Jack Sparrow, doch Depp schafft es, ihn zum absoluten Publikumsliebling zu machen.
Und natürlich auch nicht zu vergessen sind die animierten Charaktere. Von der fetten blauen Raupe, bis hin zur Grinsekatze merkt man, dass sie alle mit großer Hingabe erschaffen wurden.

Ein weiteres Lob gebührt der Technik. Die Animationen sind glaubwürdig und besonders in der 3D-Version sehr gut gemacht. Ich muss hier gestehen, dass ich einige Male gezuckt habe, als plötzlich irgendwas auf mich zugeflogen kam. In diesem Film wurde ganz bewusst mit der neuen Technik gespielt und das ist den Machern mit einigen atemberaubenden Szenen absolut geglückt.



Einziges Manko ist vielleicht, dass ich mich nicht mehr an die Filmmusik erinnern kann, was aber (wie ich an der Uni gelernt habe) damit zusammenhängen kann, dass der Film einfach so gut war, dass es keiner besonderen musikalischen Unterstreichung mehr bedarf.

Alles in allem kann ich euch „leider“ nichts wirklich Schlechtes von diesem Film berichten. Er ist eine gelungene Fortsetzung des Zeichentrickfilms und ich kann ihn jedem nur wärmstens empfehlen. Deshalb bekommt er von mir fünf Eulen.



Und hier natürlich noch einer der Trailer.

Dienstag, 16. Februar 2010

Percy Jackson – Diebe im Olymp

Ich war gestern noch im Kino und habe Percy Jackson – Diebe im Olymp gesehen und es hat sich gelohnt. Ich war endlich mal wieder begeistert von einem Film. Aber alles der Reihe nach. Wir beginnen mit dem Inhalt.

Percy Jackson ist unscheinbar und hat augenscheinlich nur einen Freund. Er hat Probleme mit dem neuen Freund seiner Mutter und ist in der Schule keine große Leuchte, doch als seine Englischlehrerin ihn während eines Schulausflugs angreift und sich dabei in eine Furie (im wahrsten Sinne des Wortes) verwandelt ändert sich sein langweiliges Leben rasant. Sein bester Freund Grover erklärt ihm, dass er unbedingt untertauchen müsse und offenbart gleichzeitig, dass er ein Satyr ist, eine Mischung aus Mensch und Ziege. Auf der Flucht entführt ein Minotaurs Percys Mutter in die Unterwelt. Percy soll sich in einem Ausbildungscamp für Halbgötter verstecken und sein früherer Lateinlehrer, der in Wirklichkeit ein Zentaur ist, erzählt dem verwirrten Jungen, dass sein Vater Poseidon sei, einer der drei großen griechischen Götter. Die beiden anderen Götterführer, Zeus und Hades, sind davon überzeugt, dass Percy in Poseidons Auftrag den Herrscherblitz gestohlen hat und setzen alles daran ihn in die Finger zu bekommen. Zeus setzt Percy ein Ultimatum. Bis zur Sommersonnenwende muss Poseidons Sohn den Herrscherblitz zurückbringen, sonst wird Krieg unter den Göttern ausbrechen, was natürlich nicht ohne Auswirkungen für die Welt der Sterblichen bliebe. Eine abenteuerliche Reise beginnt, in deren Verlauf Percy (unterstützt von seinem Beschützer Grover und Annabeth, einer Tochter Athenes) sich sogar in die Unterwelt begibt, um seine Mutter zu retten. Ob er es schafft den wahren Dieb zu überführen und einen Kampf der Götter zu verhindern, müsst ihr selbst herausfinden.

Auf seiner Heldenreise begegnet Percy allerlei seltsamen Gestalten, so zum Beispiel Medusa, deren Blick Menschen in Stein verwandeln kann und der anstelle von Haaren, Schlangen aus dem Kopf wachsen. Die Schlangen sind wirklich sehr gut gemacht. Ich war begeistert von der Technik. Außerdem trifft er auf die Hydra und schlägt ihr natürlich alle fünf Köpfe ab, ohne nachzudenken. Wer sich etwas mit der griechischen Mythologie beschäftigt hat weiß, dass diesem Vieh für jeden Kopf, der abgetrennt wird, zwei neue nachwachsen. In der Unterwelt schließlich treffen die drei tapferen Helden auf Hades, der mehr an einen ausgeflippten Hippie, als an den Herrscher der Toten erinnert und natürlich seine Frau Persephone, die Tochter der Demeter. Über diese Begegnung habe ich mich besonders gefreut, denn ich hatte gerade letztes Semester einen Kurs an der Uni, in dem wir den Demeter-Hymnos von Homer besonders eingehend behandelt haben.

Außerdem glänzt der Film durch ein doch recht beeindruckendes Staraufgebot. Neben Pierce Brosnan (spielt Percys Lateinlehrer) sind auch Uma Thurman (Medusa) und Sean Bean (Zeus) mit von der Partie.

Die Handlung ist actionreich und nicht unnötig in die Länge gezogen (ich hatte in letzter Zeit das Gefühl, dass die ganzen neuen Filme irgendwie alle unnötig lang sind). Es gibt viel zu lachen und besonders für Leute, die sich für Mythologie interessieren (so wie ich) ist es spannend zu sehen, wie die Götter dargestellt sind oder wie mit dem Mythos gearbeitet wird.

Ach, und wen es interessiert: die Helden treffen die Hydra in einem Nachbau des Parthenon, also seid wachsam, wenn ihr auf meinem Blog unterwegs seid. Außerdem findet ihr den Olymp auf dem Dach des Empire State Building, also falls ihr mal Lust auf Götter-Sightseeing habt bin ich dabei.

Ich kann einfach nichts Schlechtes an dem Film finden und deshalb bekommt er volle fünf Eulen von mir.


Und hier hab ich für alle, die immer noch unentschlossen sind einen der Trailer.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Das Kabinett des Dr. Parnassus

Ja, an dieser Stelle würde ich euch jetzt kurz die Handlung des Films wiedergeben, doch leider habe ich diese nicht ganz verstanden. Es geht irgendwie um diesen echt seltsamen Spiegel und um eine Wette mit dem Teufel, wer am schnellsten fünf Seelen gesammelt hat. Davon hängt irgendwas ganz Bedeutsames ab...

D. und A. versuchten (getrennt voneinander) mir die Geschichte näher zu bringen, doch ich denke ich muss den Film nochmal gucken, um da irgendwie durchzusteigen. (Trotzdem herzlichen Dank für eure Bemühungen!) Vielleicht war ich auch einfach nur von dem Aufgebot an sexy-Hollywood-Männern abgelenkt. Heath Ledger in der Hauptrolle und Gastauftritte von Johnny Depp und anderen „Schnuckelchen“ (ja, das ist ein Zitat aus dem Film) versüßten mir den Abend.
Besonders lustig war für mich persönlich die Stelle, an der ein paar Polizisten in Strapsen anfingen zu tanzen. Das lag allerdings nur daran, dass ich den Film mit ß (Vorname beginnt mit S, Nachname beginnt mit Z, also SZ und er hat darum gebeten ß genannt zu werden) gesehen habe, der gerade eine Ausbildung zum Polizisten macht.
Ansonsten ist der Film wirklich farbenfroh und nichts für Leute, die schnell Augenkrebs bekommen.
Am Ende ist glaube ich alles gut ausgegangen, zumindest für einen der Charaktere.

Ich gebe für diesen Film nur eine Eule, denn wie gesagt: möglicherweise ist er ein Meisterstück des Filmgenre mit außerordentlichen Qualitäten, doch leider erschließen sich mir diese nicht.

Samstag, 19. Dezember 2009

James Cameron's „Avatar – Aufbruch nach Pandora“


Jake Sully ist ein Mann, der niemals aufgibt. Auch als er querschnittgelähmt und sein Bruder getötet wird, beweist er Stärke und nimmt den Platz seines Bruders bei einer besonderen Mission ein. Die Handlung spielt in einer Zukunft, in der die Menschen andere Planeten auf Grund ihrer Rohstoffvorkommen plündern. Jake kommt nach Pandora, einem Planeten, mit besonders wertvollen Bodenschätzen, doch die Ureinwohner des Planeten, die Na'vi, sind nicht bereit ihre Heimat kampflos aufzugeben. Jakes Aufgabe ist es, Verhandlungen mit ihnen zu führen. Dazu wird er, mit Hilfe modernster Technik, mit einen künstlichen Körper, einen Avatar, der dem Aussehen der Na'vi entspricht, verlinkt. Er begegnet der Na'vi-Frau Neytiri, die ihn in die Geheimnisse ihres Volkes einweiht und Jake bemerkt, dass er und die anderen Menschen es nicht mit primitiven Wilden zu tun haben, sondern mit einer komplexen Kultur, die es zu schützen gilt. Je mehr Zeit Jake mit Neytiri verbringt, desto größer wird sein Konflikt, denn er weiß, dass es für die Na'vi keine andere Möglichkeit gibt, als sich dem Willen der Menschen zu unterwerfen, doch dazu sind sie viel zu stolz.

James Cameron hat mal wieder einen Film der Superlative auf die Leinwand gebracht. Avatar ist der bisher teuerste Film aller Zeiten, was nicht zuletzt an den aufwändigen Animationen liegen dürfte. Nach einer langen Produktionszeit kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen. Besonders die Na'vi sind sehr schön geworden und ganz Pandora ist eine andere, phantastische Welt, auch wenn uns einige Elemente bekannt vorkommen.

E., D. und ich sahen den Film in der 3-D-Version und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase bot sich uns ein großartiges Filmerlebnis. Besonders die weiten Kameraflüge über Pandora oder die Flugsequenzen der Na'vi selber waren atemberaubend.


Die Story ist tiefsinniger, als gedacht. So handelt es sich nicht etwa nur um einen Actionstreifen, sondern auch um die tragisch-romantische Geschichte zweier Liebender, aus komplett verschiedenen Welten. Man stellt sich die Frage, in wie weit es ethisch vertretbar ist, andere Völker zur Umsiedlung zu zwingen oder gar auszurotten, nur um für sein eigenes Volk den größtmöglichen Vorteil zu erlangen.

Sogar E. musste am Ende zugeben, dass der Film wirklich gut gemacht ist, obwohl sie den Streifen eigentlich nicht sehen wollte. Es ist noch wichtig zu erwähnen, dass der Film für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet ist, auch wenn der Frauenanteil in dem Kino unserer Wahl nur bei ca. 10% lag. Also Ladies, wenn ihr euren Männern eine Freude machen wollte, dann geht mit ihnen „Avatar“ gucken, so kommt auch ihr auf eure Kosten.

„Avatar“ bekommt von mir vier Eulen. Es gibt nicht die volle Wertung, denn ich finde, dass der Film ruhig etwas mehr Witz vertragen hätte.




Und hier nochmal der Trailer für euch.

Dienstag, 24. November 2009

The Twilight Saga - New Moon

Am Sonntag, den 22.11.2009, wurden nahezu alle deutschen Kinos von einer Armada weiblicher Twilight-Jünger gestürmt. Der einzige Mann unserer 20-köpfigen Truppe bemerkte sehr treffend, dass der Frauenanteil in den Sälen bei mindestens 90% liegen müsse. Ebenfalls Mitglied unserer Crew (ach nein, das war Fluch der Karibik... also anders:) unseres Clans / Rudels war D., dessen Blog ebenfalls sehr lesenswert ist. ;)
Das Twilight-Double-Feature, welches den ersten Teil der Saga und daran anschließend die Premiere des zweiten, New Moon, beinhaltete, war bereits zwei Wochen vor Vorstellungsbeginn vollkommen ausverkauft. Im Kino meiner Wahl spielten sich an diesem Morgen epische Szenen ab. Leute kampierten auf der Treppe zu den Kinos, die Kassenschlangen reichten bis vor die Tür und mancherorts versuchten verzweifelte Fans die Servicekraft an der Kasse zu bestechen, sodass diese reservierte Tickets vorzeitig frei gäbe. Ich hatte Karten für den hinteren Bereich des größten Saales, welcher 674 Sitzplätze umfasst und nahezu vollkommen ausverkauft war.
Über die Menschenmasse legte sich gespanntes Schweigen, als die Lichter ausgingen. Der erste Teil ist wohl hinreichend bekannt, deshalb wende ich mich der deutschen Erstausstrahlung New Moons zu.

Ein Mondumlauf offenbarte den Titelschriftzug des lang ersehnten Streifens.
Am Tage ihres 18. Geburtstags verlässt Edward Bella, da er sich nicht mehr in der Lage sieht sie vor dem zu beschützen, was er ist und sie ersehnt zu werden – ein Vampir. Dass er sie damit in die ihm verhassten Arme eines Werwolfs treibt, hatte Edward allerdings nicht bedacht.
Jacob Black tritt im Gegensatz zum ersten Teil viel mehr in den Vordergrund und tröstet Bella über den Verlust ihrer großen Liebe hinweg. Durch Zufall bemerkt Bella, dass Edward ihr als eine Art Schutz-Engel / -Vampir erscheint, sobald sie sich in Gefahr begibt. Trotz ihres Versprechens, Edward gegenüber, sich nicht waghalsig zu verhalten, sucht sie immer mehr das Risiko, um diese Erscheinungen aufrecht zu erhalten. Jacob ist ihr dabei unwissentlich, gerne behilflich, indem er ihr das Motorradfahren, auf selbst reparierten Maschinen, beibringt. Doch zu diesem Zeitpunkt ahnt der junge Indianer noch nicht, dass das Monster in ihm bald zum Leben erwachen wird. Für Bella bricht erneut eine Welt zusammen, als sich auch Jacob von ihr zurückzieht, um das Geheimnis des Rudels zu wahren. Denn nach einem Kinobesuch mit Bella verwandelt er sich zum ersten Mal in einen Wolf und muss sich fortan dem Gesetz des Rudels beugen.
Bella kommt hinter das Geheimnis, als Paul sich vor ihren Augen verwandelt.
Zu allem Übel trachten Bella auch noch zwei Vampire aus dem ersten Teil nach dem Leben. Einen von ihnen können die Werwölfe töten, der andere kommt Bella sehr nahe, als sie von einer Klippe in La Push springt, um erneut ihren Halluzinationen von Edward hinterher zu jagen. Dies sieht Alice Cullen in einer ihrer Visionen und auf diese Weise erfährt Edward von dem Sprung. Er zieht den falschen Schluss, Bella sei tot und geht nach Volterra, Italien, um dort durch die Hand eines mächtigen Vampirclans zu sterben. Alice sucht Bella auf und ist anfangs verstört, sie lebend vorzufinden. Gegen den Rat Jacobs macht Bella sich mit der Vampirin auf, um ihren Geliebten zu retten.
Ob sie es rechtzeitig nach Europa schafft und was genau dort passiert, müsst ihr selber herausfinden. Ich verrate euch nur so viel: das Ende ist überraschend und für alle, die die Bücher nicht gelesen haben, äußerst unbefriedigend. Es handelt sich um einen Cliffhanger („Der Begriff steht für den hängenden Ausgang einer Handlung auf ihrem Höhepunkt am Ende einer Episode, Fragen offen lassend. Den Fortgang der Handlung beantwortet die nächste Episode.“ Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Cliffhanger) erster Güte.
Bis auf das Ende ist der Film jedoch ziemlich gut geworden. Im Vergleich mit dem ersten Teil schneidet er für mich besser ab. Er hat viel mehr witzige Stellen, die Schauspieler wirken glaubwürdiger und die Wölfe sind wirklich gut gemacht. Sie sind riesig und sehr gut animiert. Die Konsequenz eines sich zurück verwandelnden Werwolfs ist, dass er nackt ist, doch für meinen Geschmack wurde dieser Fakt etwas übertrieben. Ständig läuft irgendwer ohne T-Shirt herum, was die Handlung kein bisschen weiter bringt. Mit dieser Ansicht mag ich mir einige Feinde unter den kreischenden Teenagern machen, doch die Kameraperspektive (von unten zur Person hoch), als Jacob das erste Mal sein Oberteil auszieht, ist einfach zu sehr am Sabber-Effekt orientiert. Dennoch ist dies ein netter Anblick. Ein Werwolf auf Anabolika.
Ich kritisiere damit nicht Taylor Lautner (Jacob), sondern die Produzenten, die von ihm fordern, auszusehen wie Hulk, wenn er seine Rolle behalten will. Das ist mindestens genauso schlimm, wie der Magermodelwahn. Edward ohne Hemd hingegen ist leider nicht so „faszinierend“ wie erwartet und (ich gestehe) erhofft. Gut, darüber habe ich mich nun wohl genug ausgelassen. Also weiter im Text!
Die Musik ist passend zum Film, jedoch nicht so schön wie der Soundtrack zu Twilight. „Supermassive Black Hole“ von Muse habe ich als SMS-Ton und „Flightless Bird“ von American Mouth als Wecker. Der New Moon-Soundtrack würde sich für diese Zwecke nicht so gut eignen.
Mich, als Team Jacob-Mitglied, freut es, dass endlich mehr Leute durch diesen Film verstehen, dass Werwölfe einfach viel cooler sind als Vampire.
E. erklärte mir gerade, dass sie Jacob im zweiten Teil auch besser findet als Edward, was ich mit einem „Hab ich doch gesagt!“ kommentierte.
Ein weiterer Charakter, der in diesem Teil positiver dargestellt wird, ist Jasper. Der Typ mit dem leidenden Blick aus dem ersten Teil hat sich zu einem gut aussehenden Vampir gewandelt, der Bella mit ihrem verhassten Geburtstag aufzieht.
Einem Vergleich mit dem Buch kann New Moon besser standhalte, als Twilight. Dennoch sind mir ein paar Dinge etwas negativ aufgefallen, doch davon will ich jetzt nicht schreiben. Vielleicht ist dieses Thema irgendwann mal einen extra Eintrag wert, doch dazu muss ich den Film noch öfter gucken. Der nächste Termin steht schon.
Ich danke S. für ihre Hilfe bei dieser Rezension, die uns die Freistunden über beschäftigt hat.

Zur Bewertung möchte ich wieder in drei Bereiche unterteilen. Die Musik, die Nähe zum Buch und den Film als Gesamtwerk.

Musik: 1 Eule

Hier kann ich leider nur eine Eule geben, denn die Musik ist wenig einprägsam, fast schon langweilig und wird weniger betont als bei Twilight, zum Beispiel beim Baseballspiel oder der Tanzszene auf dem Ball ganz am Ende. Schade.

Nähe zum Buch: 3 Eulen

Es ist sehr schön umgesetzt, doch ein paar Dinge sidn mir einfach zu weit vom Buch weg.

Der Film als Gesamtwerk: 4 Eulen

Zu viel T-Shirt-auszieh-Action für meinen Geschmack, aber ansonsten sehr schön. Besonders die Wölfe sind richtig gut gemacht. Auf jeden Fall sehenswert. Es wäre allerdings hilfreich Teil eins zu kennen.

PS: Das T-Shirt hab ich selbst gemacht! (Bin ganz stolz)